„Weißes Mäuschen warme Pistole“ von Olivia Wenzel

Das Stück „Weißes Mäuschen warme Pistole“ ist für Schulklassen ab der 9. Klasse geeignet und kann für eigene Schulvorstellungen entweder vor Ort oder mobil direkt an der Schule gebucht werden. Interessenten setzen sich bitte mit Schauspielerin und Theaterpädagogin Olga Seehafer 0176-61299171 in Verbindung. Das Kulturamt mit KS:BAM fördert das hochinteressante Theaterstück mit diesem brisanten Thema.  Schulen erhalten dort einen Zuschuss zu den Eintrittspreisen.

Weißes Mäuschen warme Pistole

„Der Hass ist ein aktives Missvergnügen.“ (J.W.Goethe)

Das Theater im Gärtnerviertel holt mit „Weißes Mäuschen warme Pistole“ von Olivia Wenzel ein brisantes Thema auf die Bühne. 

Rund zehn Jahre hatten die Rechtsterroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe unentdeckt in Zwickau gelebt und eine Mordserie geplant und ausgeführt: Acht türkischstämmige und ein griechischer Kleinunternehmer wurden zwischen September 2000 und April 2006 am helllichten Tage erschossen. Die in den Schlagzeilen als „Döner-Morde“ bezeichneten Untaten wurden nicht aufgeklärt. Vornehmlich türkische Geschäfte traf das Nagelbomben-Attentat in Köln, bei dem 22 Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt wurden. Auch der Mord an einer Bereitschaftspolizistin in Heilbronn blieb unaufgeklärt – bis 2011 der rechtsterroristische Hintergrund all dieser Verbrechen offenbar wurde.

Die Berliner Autorin Olivia Wenzel beleuchtet das Leben von Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, den Gründern des »nationalsozialistischen Untergrunds«.

Es ist allerdings keine Dokumentation der Ereignisse vor Ort. Vielmehr spielt es mit der Erwartungshaltung des Publikums und lässt Täter, Opfer und gar den Hass zu Wort kommen. Um der Mythenbildung entgegenzuwirken, sucht die Autorin das Trio in seinem Zwickauer Wohnzimmer auf, wo auf der braunen Couch der rechte Terror geplant wird.

Im laufenden NSU-Prozess stehen Aussagen gegen Aussagen, Böhnhardt und Mundlos sind tot, Beate Zschäpe hat einmal gesprochen, ansonsten schweigt sie nach wie vor und die Akten sind bis 2043 unter Verschluss, sofern sie nicht schon geschreddert wurden.

Es spielen:

Stephan Bach, Benjamin Bochmann, Ursula Gumbsch

Inszenierung: Heidi Lehnert

 

Spieltermine

Wiederaufnahme ab September 2017. Schulbuchungen nach Absprache.  

Spielort

Mobil an Schulen vor Ort.